Schätzungen des GGL zum Schwarzmarktanteil im deutschen Online-Glücksspiel
Freya Bennett · May 28, 2026

Schätzungen des GGL zum Schwarzmarktanteil im deutschen Online-Glücksspiel

Der Glücksspielregulator GGL hat im Rahmen seines Aktivitätsberichts für 2024 eine detaillierte Einschätzung zum Umfang des Online-Schwarzmarkts veröffentlicht und dabei einen Anteil von rund 25 Prozent ermittelt, was einer Channelization von 77 Prozent entspricht, während der Bruttospielertrag auf dem Schwarzmarkt mit 547 Millionen Euro beziffert wurde und damit einen Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr aufweist.
Details aus dem GGL-Aktivitätsbericht
Der Bericht stützt sich auf verschiedene Datenquellen und Überwachungsmaßnahmen, die es ermöglichen, die Marktanteile zwischen lizenzierten Anbietern und unregulierten Plattformen genauer zu erfassen, wobei die GGL betont, dass diese Zahlen auf einer Kombination aus Transaktionsanalysen und Marktdaten basieren, die kontinuierlich aktualisiert werden, während gleichzeitig die regulatorischen Rahmenbedingungen überprüft werden, um die Attraktivität des legalen Marktes zu steigern.
Experten haben beobachtet, dass die GGR-Steigerung auf dem Schwarzmarkt auf eine wachsende Nachfrage nach bestimmten Spielangeboten zurückzuführen ist, die im regulierten Bereich eingeschränkt sind, und dies führt dazu, dass die Behörde nun ihre Strategien anpasst, um die Kanalisierung zu verbessern, bevor umfassendere Evaluierungen im Jahr 2026 anstehen.
Vergleich mit unabhängigen Analysen
Studien von unabhängigen Instituten, darunter eine Untersuchung des Handelsblatt Research Institute aus dem späten Jahr 2025, kommen zu abweichenden Ergebnissen und weisen darauf hin, dass der Schwarzmarktanteil möglicherweise über 50 Prozent liegt, wobei die Analysen auf erweiterten Datensätzen und anderen Methoden beruhen, die zusätzliche Faktoren wie Spielerverhalten und grenzüberschreitende Aktivitäten einbeziehen.
Beobachter haben festgestellt, dass die Diskrepanz zwischen den offiziellen Schätzungen und den unabhängigen Bewertungen auf unterschiedliche Annahmen bei der Datenerhebung zurückgeführt werden kann, und dies hat dazu geführt, dass Kritiker argumentieren, strenge Vorschriften würden besonders risikobehaftete Spieler in den unregulierten Bereich drängen, während die GGL ihre Methodik weiter verfeinert.

Überprüfung des regulatorischen Rahmens
Die GGL hat angekündigt, den bestehenden Rahmen zu überarbeiten, um die Channelization zu fördern, und diese Maßnahmen umfassen Anpassungen bei Lizenzbedingungen sowie eine verstärkte Überwachung, wobei die Behörde auf Daten aus dem Aktivitätsbericht zurückgreift, um gezielte Verbesserungen vorzunehmen, bevor im Mai 2026 breitere Evaluierungen des Marktes durchgeführt werden.
Research zeigt, dass solche Anpassungen darauf abzielen, die Wettbewerbsfähigkeit legaler Anbieter zu stärken, indem Einschränkungen überprüft und gegebenenfalls gelockert werden, während gleichzeitig der Schutz der Spieler im Vordergrund steht und die Zahlen aus 2024 als Grundlage für künftige Entscheidungen dienen.
Ausblick auf die Entwicklungen 2026
Im Vorfeld der Evaluierungen 2026 sammelt die GGL weitere Erkenntnisse aus laufenden Überwachungen und externen Studien, wobei die Behörde plant, die Ergebnisse in ihre Strategie einzubeziehen, um den Schwarzmarkt effektiver einzudämmen, und dies geschieht vor dem Hintergrund, dass unabhängige Analysen auf höhere Anteile hindeuten, die eine genauere Betrachtung erfordern.
Die Entwicklungen zeigen, dass die Diskussion um die Marktanteile anhält und die GGL ihre Schätzungen kontinuierlich an neue Daten anpasst, während gleichzeitig Kooperationen mit anderen Institutionen ausgebaut werden, um ein umfassenderes Bild des Online-Glücksspiels zu erhalten.
Fazit
Zusammengefasst liefert der GGL-Aktivitätsbericht 2024 konkrete Zahlen zum Schwarzmarkt, die durch unabhängige Untersuchungen ergänzt und teilweise in Frage gestellt werden, und die bevorstehenden Überprüfungen bis 2026 werden zeigen, wie sich die Channelization unter den angepassten Regelungen entwickelt, wobei die aktuellen Daten als wichtige Referenz dienen. Aktivitätsbericht und Studien bilden dabei die Grundlage für weitere Analysen.